MIT Hersfeld-Rotenburg fordert Aufschub bei Düngeverordnung

Der Kreisverband Hersfeld-Rotenburg der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) fordert von der Bundesregierung mehr Zeit bei der Umsetzung der Düngeverordnung. „Unsere Landwirte haben noch mit der erst 2017 reformierten Düngeverordnung zu kämpfen. Die geplanten Verschärfungen setzen die Existenz unserer Landwirte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aufs Spiel“, sagt Andreas Rey, Kreisvorsitzender der MIT-Hersfeld-Rotenburg. „Vor einer erneuten Verschärfung sollten erst die Ergebnisse des nächsten Nitratberichts abgewartet werden.“

Einen entsprechenden Beschluss hat am Wochenende auch der MIT-Bundesvorstand in Kaiserslautern gefasst. Rey: „Wir erleben derzeit, wie eine ganze Branche pauschal kriminalisiert wird. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind aber keine Umweltverschmutzer oder Tierquäler.“ Für ihn sei klar, dass Grundwasserschutz stets Vorrang haben muss. „Wir sind aber genauso auf einen zukunftsfähigen Ackerbau angewiesen. Dafür müssen unsere Landwirte in Hersfeld-Rotenburg weiter ihre Pflanzen gezielt mit Nährstoffen versorgen können“, so Rey.

Die MIT-Hersfeld-Rotenburg fordert Bund und Länder auf, das zur Erfassung der Nitratwerte zugrundeliegende Messstellennetz zu evaluieren und bei Bedarf neu zu justieren. „Daneben muss – abgestimmt zwischen Bund und Ländern – eine Folgenabschätzung ausgehend von fachlich sinnvollen Maßnahmen zur nationalen Umsetzung der EU-Nitrat-Richtlinie für die Landwirtschaft in Deutschland sowie die Tierhaltung erstellt werden“, so die örtliche MIT und verweist auf den Bundesvorstandsbeschluss

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