Mit einer Resolution in der nächsten Kreistagssitzung fordert die CDU-Fraktion die hessische Verbraucherministerin Priska Hinz auf, das am 17. August 2018 erlassene Verbot für Schulmilchkakao umgehend aufzuheben.

„Nachdem die hessische Landesregierung zu Beginn des Schuljahres verkündet hat, dass Schulmilch weiter gefördert wird, wurde durch den Erlass der Ministerin die EU-Schulmilchförderung in Hessen kräftig durcheinander gewirbelt. Durch diesen Schnellschuss der grünen Ministerin droht wegen der künftig vorliegenden Unwirtschaftlichkeit das komplette Aus für das Schulmilchprogramm in Hessen“, erklärt der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Friedhelm Diegel.

Wer glaube, durch Verordnungen und Erlasse, die Ernährungsgewohnheiten von Schülerinnen und Schülern zu beeinflussen, befinde sich auf einem Irrweg. „Das Verbrauchsverhalten der Schüler zeigt, dass Kakao 80 – 90% des gesamten Konsums ausmacht. Wer diesen nun aus den Schulen verbannen will, riskiert ein generelles Ende des Schulmilchprogramms.“

Die Entscheidung begründet die Ministerin mit einem zu hohen Zuckergehalt. „Dieser beträgt jedoch im heimischen Schulmilchkakao lediglich 4% - der europäisch festgesetzte Grenzwert liegt bei 7%. „Schüler werden nicht einfach auf Wasser oder pure Milch umsteigen, sondern sich auf dem Schulweg mit anderen Produkten versorgen. Cola, süße Limonade oder Eistee haben aber einen vielfach höheren Zuckergehalt“, so Diegel. Er kritisiert, dass die Entscheidung der Ministerin, ausschließlich auf Drängen der Lobbyorganisation „Foodwatch“ erfolgt sei. Die ständige Bevormundung der Grünen hinsichtlich des Ernährungsverhaltens sei eine reine Gängelung der Bürger.

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