„Die sprachliche und berufliche Qualifikation der anerkannten Asylanten ist die wesentliche Herausforderung der Integration in den nächsten Jahren“, betont der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. Dafür sei bisher im Wesentlichen das Bundesinnenministerium und dessen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zuständig. Es zeige sich aber, dass das zentral gesteuerte Verfahren in vielen Fällen zu bürokratisch und zu langsam sei.

„Die aktuellen Pilotprojekte der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg zeigen, dass man auf diesem Wege besser vor Ort vernetzt ist und deshalb schneller mit der organisatorischen und praktischen Durchführung der Sprach-und Integrationskurse vorankommt“, erklärt Heiderich. Bei einem Informationsgespräch mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, Waldemar Dombrowski, konnte sich der CDU-Politiker davon ein persönliches Bild machen.

„Die veröffentlichten Beispiele unterstreichen diese Vorteile und zeigen durchweg gute Ergebnisse“. Die gleichzeitige Vermittlung von Werten und Umgangsregeln in Deutschland, die Betreuung im bürokratischen Umfeld und die Möglichkeit, berufliche Praktika anzuschließen, seien ein großer Vorteil dieser Vorgehensweise.

„Ich werde mich deshalb im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages nachdrücklich dafür einsetzen, die Bundesagentur für Arbeit in Zukunft stärker mit Integrationsmaßnahmen zu beauftragen und Mittel aus dem Bundeshaushalt dafür bereitzustellen“, so Heiderich weiter. Im Bundeshaushalt 2016 habe man bereits 116 Millionen Euro für berufsbezogene Sprachförderung eingestellt. Dazu sollen jetzt auch noch circa 180 Millionen Euro an weiteren Haushaltsmitteln kommen. Damit könnten insgesamt circa 100.000 Migranten in diese wichtigen Kurse aufgenommen werden.

„Dann kann auch die Bundesagentur für Arbeit in Bad Hersfeld ihren schon erfolgreichen Start in diese neue Aufgabe fortsetzen“, ist Heiderich überzeugt.

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