"Die Bad Hersfelder Festspiele erhalten für die kommende Spielzeit erstmals seit vielen Jahren wieder einen um rund 20 Prozent erhöhten Bundeszuschuss", teilt der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich mit. Einen entsprechenden Beschluss hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner sogenannten "Bereinigungssitzung" am späten Donnerstagabend auf Heiderichs Initiative hin gefasst.

Statt der im Haushaltsentwurf vorgesehenen 126.000 Euro überweist der Bund nun 150.000 Euro zur Unterstützung des Schauspiels in der Stiftsruine. Noch im vergangenen Jahr sollte die Summe auf 100.000 Euro abgeschmolzen werden, was der CDU-Politiker erst durch zahlreiche Gespräche u.a. mit dem damaligen Kulturstaatsminister Neumann verhindern konnte.

"Es freut mich sehr, dass ich meine Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss von der großartigen künstlerischen Qualität und der bundesweit einmaligen Spielstätte überzeugen konnte", so der CDU-Politiker. Dies sei auch deshalb nicht einfach gewesen, da im Laufe der vergangenen Jahre immer mehr Theaterfestivals von der Liste der kontinuierlich geförderten Maßnahmen gestrichen wurden. "Mittlerweile sind wir in Bad Hersfeld neben den weltberühmten Bayreuther Festspielen die Einzigen, die noch eine regelmäßige Bundesförderung erhalten", erläutert Heiderich. Dies sei in Zeiten der Haushaltskonsolidierung keine Selbstverständlichkeit und müsse jedes Jahr aufs Neue durch politisches Engagement erarbeitet werden.

"Die Erhöhung hilft sicherlich die finanzielle Situation der Festspiele etwas zu entspannen. Ich hoffe deshalb sehr, dass die unsäglichen Streitigkeiten der vergangenen Monate der Vergangenheit angehören", so Heiderich. Mit guten Schlagzeilen über die Festspiele ließen sich schließlich auch im Bundestag leichter Unterstützer gewinnen.

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