Hersfeld-Rotenburg. Im Ringen um die künftige Struktur der Arbeitsagentur in Bad Hersfeld zeichnet sich nun möglicherweise ein Kompromiss ab. Das hofft jedenfalls der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich, der seit Bekanntwerden der Umstrukturierungspläne im Hintergrund nach einer Lösung sucht. Laut Heiderich könnte künftig eine neu geschaffene Operative Serviceeinheit mit Zuständigkeit für ganz Nordhessen ihren Sitz in Bad Hersfeld haben. „Ich bin einigermaßen optimistisch, dass dieses Unterfangen Erfolg haben wird“, sagte Heidrich gestern unserer Zeitung. „Wir haben weniger Arbeitslose, deshalb muss sich die Arbeitsagentur neu strukturieren“, erklärt Heidrich den Hintergrund der Reorganisation. Dies habe für die Arbeitnehmer den erfreulichen Nebeneffekt, dass ihre Beiträge sinken werden. Gleichwohl setzt sich Heiderich für den Erhalt der hochwertigen Arbeitsplätze in Bad Hersfeld ein. Dabei sei an dem erklärten Ziel des Arbeitsministeriums, die landkreisübergreifenden Strukturen zu beseitigen, nicht zu rütteln.

Deshalb werde wohl der bisherige Arbeitsamtsbezirk Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner zerschlagen. Für einen eigenen Agenturbezirk sei der Kreis Hersfeld-Rotenburg aber zu klein, weshalb eine Zusammenlegung mit Fulda anstehen dürfte. Dies hätte zur Folge, dass die Führungsebene dorthin verlagert wird.

Bad Hersfeld aber könnte Sitz einer der neuen Operativen Service-Einheiten werden, die beispielsweise für das Arbeitslosengeld, die Berufsausbildungsbeihilfen oder Kurzarbeitergeld zuständig sein sollen. Mittelfristig könne das für Bad Hersfeld sogar 10 bis 15 neue Arbeitsplätze

bedeuten, meint Heiderich optimistisch. Mit einer abschließenden Entscheidung in dieser Frage rechnet Heiderich Anfang kommenden Jahres. „Ich gehe davon aus, dass uns auch Fulda in dieser Frage unterstützen wird, wenn man dort im Ausgleich die Führungsstrukturen ansiedelt“, sagt der CDU Bundestagabgeordnete.

Quelle: Auszug der Hersfelder Zeitung, 18. August 2011

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