"Mit unserem Anliegen, die Stromkosten für unsere Bürger bezahlbar zu halten, haben wir uns in der Fraktion und bei den Koalitionsvereinbarungen durchsetzen können", berichtet der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. Im Koalitionsvertrag werde jetzt festgestellt, dass die Gesamtkosten in den letzten Jahren schnell und stark gestiegen seien. Nun sollen Ausmaß und Geschwindigkeit des Kostenanstiegs spürbar gebremst werden.

 
Deshalb werde es einen festgelegten Ausbaukorridor, mehr Kosteneffizienz, den Abbau von Überförderungen und eine Degression von Einspeisevergütungen geben. Hintergrund sei die Tatsache, dass die Bürger im kommenden Jahr ca. 24 Mrd. Euro für die Subventionen des EEG zahlen müssten. Das sei im Verhältnis zum Jahr 2010 eine Verdreifachung dieser Kosten. "Einen solchen Anstieg können wir unseren Bürgern in dieser Wahlperiode nicht noch einmal zumuten", so Heiderich.

Nun müsse erst einmal die Energieeffizienz und der Ausbau der Netze Vorrang haben. Um erstens den Stromverbrauch in Deutschland zu senken und zweitens den erzeugten Strom auch wirklich zum Verbraucher zu bringen. Im vergangenen Jahr sei z.B. so viel Strom bezahlt, aber nicht abgenommen worden, dass man damit eine Stadt mit knapp 400.000 Einwohnern über das gesamte Jahr hätte versorgen können.

In einer Zeit reduzierten Ausbaus der erneuerbaren Energien könnten auch neue Technologien weiter entwickelt werden, damit diese Art der Energieerzeugung bald zu Marktpreisen möglich werde. Da speziell bei den Windrädern etwa 10.000 schon vorhandene Altanlagen auf neue Technologien aufgerüstet werden sollten, werde schon allein dieses "repowering" so viel Leistungszuwachs bringen, dass auf die Errichtung neuer Windparks im Binnenland im wesentlichen verzichtet werden könne.

"Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, so Heiderich, dass es letztlich um die Reduzierung des CO2-Ausstosses in Deutschland insgesamt geht". Dazu bringe die Stromerzeugung nur gut ein Drittel. Dieser Zusammenhang sei in den letzten Jahren oft übersehen worden. "Deshalb wird es ab dem kommenden Jahr einen "Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz" geben", erläutert der CDU-Abgeordnete. Damit solle die Reduktion der Treibhausgase bis 2020 um mindestens 40 Prozent insgesamt sichergestellt werden.

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