Hersfeld-Rotenburg Unabhängig von der Entscheidung um den Verwaltungssitz der Arbeitsagentur macht sich die CDU-Kreistagsfraktion für die Ansiedlung der in Kürze neu zu schaffenden zentralen Abrechnungs- und Verwaltungseinheiten am Standort Bad Hersfeld stark.

 

Wie der Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl mitteilt, wird die CDU eine entsprechende Initiative in den Kreistag einbringen und die Bundesagentur für Arbeit auffordern den Standort Bad Hersfeld bei der anstehenden Vergabe zu berücksichtigen.

 

„Wir haben hier ideale Voraussetzungen, um als operative Service-Einheit für ganz Nordhessen tätig zu sein, so Höttl. Für eine solche Lösung hatten sich bereits vor einigen Wochen Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich in zahlreichen Gesprächen eingesetzt.

 

In der Sitzung am kommenden Montag soll sich der Kreistag in einer Resolution für den Erhalt des Verwaltungssitzes der Arbeitsagentur in Bad Hersfeld aussprechen. „Wir unterstützen diese Forderung ausdrücklich, allerdings geht uns der von SPD und Grünen vorgeschlagene Text nicht weit genug“, erläutert Höttl den Änderungsantrag.

 

„Wir erwarten, dass die BA ihren eigenen Vorgaben, „die lokalen Strukturen auch für die Zukunft zu stärken und damit die Flächenpräsenz im Interesse der Kunden und Unternehmen aufrecht zu erhalten“, bei der Neugliederung der Agenturen jetzt auch gerecht wird“, so der CDU-Fraktionschef.

 

Die waldhessische Union fordert, bei der Veränderung der Führungsstruktur den Verwaltungssitz der neu gebildeten Arbeitsagentur Bad Hersfeld/Fulda in Bad Hersfeld zu belassen. „Damit würde gerade auch einmal der schwächere Partner gestärkt und nicht einfach der allgemeinen Zentralisierungswelle gefolgt, erklärt Höttl.

 

Insgesamt erkennt die CDU die Notwendigkeit der Veränderungen der Verwaltungsstrukturen bei der Bundesagentur für Arbeit an. Höttl: „Es ist keinem Steuerzahler zu erklären, dass wir für die Betreuung von unter 3 Millionen Arbeitslosen noch genauso viel Geld ausgeben sollen wie für über 5 Millionen. Hier muss künftig selbstverständlich effektiver gearbeitet werden. Aber bitte nicht erneut auf Kosten unseres Landkreises“.

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