Die CDU-Fraktion hat für die nächste Kreistagssitzung den Antrag gestellt, dass der Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Stelle eines Klimaschutzmanagers einrichtet.

Dieser soll nach den Plänen der Christdemokraten insbesondere die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis und deren Umsetzung verantworten. Laut Fraktionsvorsitzendem Herbert Höttl könnten zur Finanzierung entsprechende Fördermöglichkeiten des Bundesumweltministeriums in Anspruch genommen werden.

„Der Klimawandel stellt besonders unsere ländliche Region vor große Herausforderungen. Besonders betroffen sind beispielsweise Landwirte, die unsere Lebensmittel produzieren und deren Ernte von Extremwettereignissen geschmälert wird. Oder die Forstwirte und Waldbesitzer, die dafür sorgen, dass der Wald als Lebensraum und CO2-Speicher trotz Stürmen und Trockenheit erhalten bleibt", so Höttl. Zudem nennt er Trinkwasserreservoirs, die es zu sichern gilt. "Hier bei uns steigt mit dem demografischen Wandel auch der Anteil der älteren Bevölkerung, die bei Hitzewellen geschützt werden muss. Diesen Herausforderungen müssen wir schnell, entschlossen und vor allem planvoll begegnen“, erläutert Höttl den Bedarf für einen Klimaschutzmanager.

„Maßnahmen zum Klimaschutz sind in vielen Bereichen möglich und notwendig, nicht nur bei der Energieversorgung. Mit einem Klimaschutzmanager wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um Potentiale zu identifizieren und Maßnahmen effektiv und effizient umzusetzen", so der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck. Er betont, dass keine zusätzliche Stelle geschaffen, sondern eine bereits bestehende "umgewidmet" werden soll. Dafür liegt bereits ein Vorschlag vor. "Wir brauchen beim Klimaschutz mehr Professionalität statt Ideologie und konkrete Unterstützung für Kommunen und heimische Betriebe statt zusätzlicher Diskussionsforen", so Lübeck.

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