Die CDU-Fraktion im Kreistag setzt sich dafür ein, dass künftig an den Schulen im Landkreis ein Wahlpflichtfach „Feuerwehr“ angeboten werden kann. Ein entsprechender Antrag wird am Montag beraten. Darin wird der Kreisausschuss mit der Erarbeitung eines Pilotprojektes beauftragt, dessen Entwicklung in Zusammenarbeit mit den Fachdiensten für die Schulen und den Brandschutz sowie mit dem Kreisfeuerwehrverband erfolgen soll.

„Das erklärte Ziel der Kooperation zwischen Feuerwehren und Schulen ist es, die Jugendlichen für die ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr zu begeistern und ihnen gleichzeitig wichtige soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit oder Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln“, erläutern Fraktionsvorsitzender Herbert Höttl und Kreisvorsitzender Timo Lübeck.

Den Brandschutz und Hilfeleistungen im ländlichen Raum innerhalb einer angemessenen Frist sicherzustellen sei eine Aufgabe, die für die Kommunen oberste Priorität habe. „Doch während das Land Hessen inzwischen hohe Fördersummen für Feuerwehrfahrzeuge und Gerätehäuser bereitstellt, mangelt es in einigen Wehren an den personellen Ressourcen“, beschreibt Fraktionsvorsitzender Herbert Höttl die Hintergründe des Antrags. Mit dem Ausbau der Ganztagsschulen und den vielfältigen Freizeitangebot werde es für die Feuerwehren schwieriger, Kinder und Jugendliche zu finden, die sich regelmäßig und langfristig in der Feuerwehr engagieren wollen.

„Das Wahlpflichtfach Feuerwehr soll zum einen dazu dienen, dass die Schüler die Arbeit der Feuerwehr zunächst einmal kennenlernen und sich mit ihr identifizieren können. Zum anderen könnten die Jugendlichen in einem weiteren Schritt bereits in der Schule einen Teil der umfassenden feuerwehrtechnischen Ausbildung absolvieren“, ergänzt Kreisvorsitzender Timo Lübeck.

Angesichts der demographischen Entwicklung sei es wichtig, Kinder und Jugendliche früh für die Arbeit in der Feuerwehr zu begeistern. „Tagtäglich sind wir auf die ehrenamtliche Hilfe der Feuerwehrkameraden angewiesen. Von der Beseitigung einer Ölspur über Hochwassereinsätze bis hin zum Waldbrand sind sie in jedem Ort unverzichtbar“, so Höttl und Lübeck.

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