Als „richtig und verantwortungsvoll“ hat der CDU-Kreisvorsitzende Timo Lübeck das Handeln von Landrat Dr. Michael Koch rund um den geplanten Anbau an die Kreisverwaltung bezeichnet. „Wenn bei Bauprojekten der öffentlichen Hand die Kosten explodieren, ist die Öffentlichkeit zu recht empört. Dass der Landrat jetzt rechtzeitig die Reißleine zieht, bevor ein finanzieller Schaden entsteht, spricht ausnahmslos für ihn. Gleichzeitig macht dies deutlich, dass es hier keineswegs um ein Prestigeprojekt geht, wie fälschlicherweise immer wieder behauptet wird“ so der CDU-Chef.

Verwundert zeigte sich Lübeck über die Äußerungen der SPD: „Alle Kreistags- und Kreisausschussmitglieder waren über die geplante Vertragsgestaltung mit der OFB vollumfänglich informiert.“ Diese sah die Errichtung eines Anbaus am Landratsamt vor, welcher dann von der Kreisverwaltung langfristig angemietet werden sollte. „Es gibt keine Vertragsstrafenregelung für den Fall der Nichterrichtung des Gebäudes. Was die SPD hier fordert, wäre vergaberechtlich unzulässig gewesen. Dies wurde vom Landrat vorab mehrfach erläutert“, so Lübeck. Die Forderung zeige, dass sich die SPD entweder nicht mit der Thematik befasst habe oder auf kurzfristige Effekthascherei aus sei.

Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die ständig zusätzliche Aufgaben zu erfüllen hätten, benötigten vernünftige Arbeitsbedingungen. „Es ist deshalb zu begrüßen, dass der Landrat die Verwaltung durch räumliche Nähe effizienter aufstellen, die Vernetzung verbessern und die Verfahren beschleunigen will“, so Lübeck. Er ermutigte Koch bald einen neuen Anlauf für eine Verbesserung der Raumsituation in der Kreisverwaltung zu unternehmen. „Wir brauchen dringend eine vernünftige Unterbringung der Leitstelle im Amt, zusätzliche Büroräume und einen funktionalen Tagungsbereich.“

Als „völlig verfehlten Diskussionsbeitrag“ bezeichnete Lübeck die Vorschläge der FDP: „Es geht um Effizienzsteigerung und bessere Vernetzung innerhalb der Verwaltung und nicht darum, sämtliche leerstehende Gebäude im Landkreis zu belegen. Mit diesem Argument müsste man die Kreisverwaltung kreuz und quer von Breitenbach am Herzberg bis Alheim unterbringen.“ Die konkreten Vorschläge seien zudem teilweise absurd. „Es ist wohl ein verfrühter Aprilscherz, wenn die FDP die Kreismitarbeiter im ehemaligen Herkules-Markt unterbringen will, bei dem große Flächen überhaupt kein Tageslicht haben“, so der CDU-Kreisvorsitzende.

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