„Den erneuten Angriff des kanadischen Düngermittelherstellers Potash auf unsere heimische Kaliindustrie gilt es genauso abzuwehren wie bereits 1997“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. Dabei helfe die Aussage des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. Dieser hatte erklärt, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die aktuelle Entwicklung bei K+S sprechen zu wollen. Gleichzeitig hat er Vorstandschef Norbert Steiner „jede Hilfe angeboten, die rechtlich und faktisch möglich ist“. Es sei im Interesse des Landes, dass K+S ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Hessen bleibe.

Für alle Beteiligten, insbesondere die Beschäftigten, mache es einen erheblichen Unterschied, ob die Entscheidungen im fernen Kanada getroffen würden oder von einem inländischen Unternehmen mit Sitz in Kassel. Der Bundestagsabgeordnete macht deutlich, dass die Kaliindustrie der letzte verbliebene Rohstoffabbau in Deutschland sei. „Wir haben deshalb – sowohl für die Arbeitsplätze, wie für die heimische Wirtschaft – das große Interesse an einem starken deutschen Kaliunternehmen“.

Heiderich fordert Vorstand und Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft auf, Mitarbeiter und Öffentlichkeit zügig und umfassend über das vorgelegte Übernahmeangebot zu informieren. „Die Verunsicherung der Belegschaft kann ich gut nachvollziehen“. Laut Analysten bestehe mittelfristig sehr wohl die Gefahr von Arbeitsplatzreduzierungen, Verlagerungen oder Werksschließungen. „Dies gilt es mit der Kraft aller Beteiligten gemeinsam zu verhindern“, so Heiderich.

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