Die CDU-Kreistagsfraktion und der CDU-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg setzen sich dafür ein, dass morgens und mittags die Zahl der eingesetzten Busse zum Transport der Schülerinnen und Schüler kurzfristig deutlich erhöht wird. Dies geht aus einem Eilantrag hervor, den die Christdemokraten zur nächsten Kreistagssitzung einbringen. „Wer morgens und mittags im Landkreis unterwegs ist, dem sind die überfüllten Busse sicherlich aufgefallen, die unsere Schülerinnen und Schüler transportieren. Mittels der von uns geforderten Busse zur Verstärkung in den Spitzenzeiten wollen wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Abstände zum Infektionsschutz auch in den Bussen des ÖPNV besser eingehalten werden können“, so der CDU-Kreisvorsitzende und Kreistagsmitglied Andreas Börner. Gleichzeitig wird der Kreisausschuss beauftragt, sich für einen gestaffelten Beginn der Schulzeiten einzusetzen.

Die CDU weist darauf hin, dass Studien in den USA ergeben hätten, dass New York sich im Vergleich mit Los Angeles deswegen zum Corona-Hotspot entwickelt habe, da in New York viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr nutzen und sich dort infizierten, während die Bevölkerung in Los Angeles mangels eines nutzbaren ÖPNV traditionell fast alle Wege mit dem Privat-Pkw erledigt und sich somit nicht in Bussen und Bahnen infizieren konnten.
„Als erster Ansprechpartner wollen wir den NVV auffordern, die Taktung zu erhöhen. Wir halten es aber auch für sinnvoll, wenn die örtlichen Busunternehmen beauftragt werden, in den Spitzenzeiten weitere Busse zur Verstärkung der Linien zum Schülertransport zur Verfügung stellen“, erläutert Börner. „Da die komplette Busreisebranche am Boden liegt, haben viele Busunternehmen ihre Reisebusflotten abgemeldet und deren Busfahrer in Kurzarbeit geschickt. Bei einem entsprechenden Auftrag des Landkreises könnten die Reisebusse mit ihren Fahrern wieder aktiviert werden. Diese Maßnahme könnte auch einen Beitrag leisten, um die örtlichen Busunternehmen zu stärken. Die Finanzierung dieser Busse zur Verstärkung könnte durch Mittel des Coronahilfsprogramms des Landes Hessen erfolgen

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag