Stipendien des Landkreises für Medizinstudenten. Diese Forderung stellt die CDU-Kreistagsfraktion in der nächsten Kreistagssitzung mit einem Prüfauftrag an den Kreisausschuss.

„Wir wollen den Studenten der Medizin einen Anreiz geben, nach ihrem Studium in unserem Landkreis als Ärzte tätig zu werden“, erklärt der CDU-Kreisvorsitzende und stellv. Fraktionsvorsitzende Andreas Börner den Hintergrund des Antrags. „Mit einer Verpflichtung, im Anschluss an das finanziell unterstützte Studium in unserem Landkreis tätig zu sein, sehen wir ein wirksames Instrument, Medizinstudenten auf einige Jahre als Landärzte an den Landkreis zu binden. Am Ende eine Win-Win-Situation.“

Gemeinsam mit der Hausarztakademie soll dazu ein Konzept für ein Bewerbungs- und Vergabeverfahren erstellt werden. Dieses Konzept soll bis zur Aufstellung des Haushaltsplans 2023 vorliegen und mit entsprechenden Mittel ab dem Haushaltsjahr 2023 hinterlegt werden.

Der Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl stellt dazu fest: „Trotz der Verlängerung des Einsatzes vom Medibus wird gerade in ländlichen Gemeinden des Kreises die haus- und fachärztliche Versorgung zunehmend zum Problem. Ältere wie auch jüngere Menschen sind jedoch auf eine intakte medizinische Versorgung durch Hausärzte vor Ort in besonderer Weise angewiesen. Es muss daher gelingen, die Tätigkeit in ländlichen Arztpraxen für angehende Medizinerinnen und Mediziner attraktiver zu gestalten.“

Die Christdemokraten sehen in ihrem Antrag eine Ergänzung der Landarztquote, die der hessische Landtag im Februar 2022 beschlossenen hatte. Durch die Quote sollen Studienplätze für angehende Haus- oder Kinderärzte in ländlichen Regionen reserviert werden.

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