Aus Ärger über das Ende der Neupatientenregelung und der Forderung der Kassen nach Nullrunden hatten am 26. Oktober viele Haus- und Fachärzte in unserem Landkreis ihre Praxen geschlossen. Der CDU-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg unterstützt die heimische Ärzteschaft hinsichtlich ihrer Kritik und fordert die Bundesregierung und die gesetzlichen Krankenkassen auf, ihre Entscheidungen zurückzunehmen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), die Regierungsfraktionen SPD, Grüne und FDP sowie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen riskieren bewusst einen Rückgang der ambulanten Versorgung mit ihren Sparplänen. Und dies alles, während die Politikerinnen und Politiker vor Ort auf der kommunalen Ebene seit Jahren um jeden Haus- und Facharzt und den Erhalt der ambulanten Versorgungsstrukturen kämpfen.

Es müsse nun eine Veränderung der Honorarverteilung folgen, welche die vertragsärztlichen Leistungen an die geringere Entlohnung anpasse. „Wenn der Staat Honorar nur noch für 25 Stunden Wochenarbeitszeit zur Verfügung stellt, sollte sich niemand darüber wundern, wenn sich die Praxen mit ihrem Terminangebot darauf einstellen. Dies wird dann zwangsläufig zu einer weiteren Verschlechterung des ärztlichen Versorgungsangebots führen“, so der CDU-Kreisvorsitzender Andreas Börner.

2019 hatte die Bundesregierung der Ärzteschaft es mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz ermöglicht, ihre Sprechstundenzeiten auszubauen und mehr Patienten aufzunehmen. Dafür würden die Honorare für Neupatienten ohne Abschläge gezahlt. Diese Regelung soll nun entfallen.

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