Nach Informationen, die der CDU zugegangen sind, beabsichtigt Landrat Warnecke das Impfzentrum in Bebra zum 31. Mai 2022 zu schließen. Eine Kündigung des bestehenden Mietvertrages der Räumlichkeiten in Bebra sei schon ausgesprochen worden.
Die Mitglieder des CDU-Kreisvorstand und der CDU-Kreistagsfraktion halten diesen Schritt für übereilt und sprechen sich dafür aus, dass der Landkreis die bestehenden Impfzentren in Bebra und Bad Hersfeld über den Sommer hinaus weiter betreiben soll. Auch vor dem Hintergrund, dass die Kosten dem Kreis zum Teil erstattet werden.

Angesichts von einer Inzidenz im Landkreis von rund 1.400 (29.04.) hält CDU-Fraktionschef Herbert Höttl eine Schließung des Impfzentrums in Bebra für das falsche Signal. Die Aufrechterhaltung des Impfangebots ist insbesondere für die Risikogruppe der älteren Menschen von großer Bedeutung. Trotz der in den vergangenen Wochen zurückgegangenen Inanspruchnahme des Impfangebots sei es weiterhin wichtig, insbesondere für die Zweitimpfungen und die Boosterimpfungen, das Angebot aufrecht zu erhalten. Es hat sich in den zurückliegenden Monaten immer wieder gezeigt, dass Impfungen der beste Schutz gegen einen schweren Verlauf der Erkrankung sind.

CDU-Kreisvorsitzender Andreas Börner ergänzt, dass der ohnehin bereits vom Ärztemangel betroffene Nordkreis jetzt durch die vom Landrat beabsichtigte Schließung des Impfzentrums in Bebra nochmals schlechter dastehe. Ältere Menschen müssten dann bis zum MVZ nach Bad Hersfeld fahren oder gefahren werden, um sich impfen zu lassen. Sollte Landrat Warnecke nicht reagieren, beabsichtigt die CDU für die kommende Kreistagssitzung am 16.05.2022 eine entsprechende Resolution einzubringen.

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