Hersfeld-Rotenburg – Die CDU-Kreistagsfraktion weist die Kritik der SPD an der Informationspolitik von Landrat Dr. Michael Koch zurück.
„Es ist immer das gleiche Spiel. Die Informationspolitik des Landrats in Sachen Klinikum wird von denen kritisiert, die von Anfang an bestens informiert waren und die vor allem alle Entscheidungen mit getroffen haben“, so Fraktionschef Herbert Höttl. Alle Fraktionen des Kreistags seien über das Schreiben des Hessischen Sozialministeriums zeitnah informiert worden. „Gerade der ehemalige Rotenburger Bürgermeister Manfred Fehr sollte sich an der Kritik an Landrat Koch etwas zurückhalten. Gerade er hat bei den zurückliegenden Verhandlungen um die Übernahme des HKZ eine zumindest sehr fragwürdige Rolle gespielt, in dem die Frage des Interessenkonflikts nie öffentlich diskutiert wurde“, so Höttl. Fehr habe einerseits „einen gut dotierten Aufsichtsratsposten beim HKZ“ inne und wolle andererseits unabhängig als Klinikum-Aufsichtsrat über die Zukunft beider Unternehmen mitbestimmen. „Für die CDU stellt sich die Frage, ob diese Tatsachen nicht endlich einer öffentlichen Diskussion bedürfen“, schreibt Höttl.
SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Fehr hatte zuvor bemängelt, dass dem Kreistag in der jüngsten Sitzung nichts zu den Neuigkeiten rund um den geplanten Radikalumbau des Klinikums berichtet worden sei und die Abgeordneten die Informationen am folgenden Tag aus der Zeitung erhalten hätten.

Quellenangabe: Rotenburg-Bebraer Allgemeine vom 05.03.2021, Seite 6 red/ses

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