Der Landkreis als Schulträger soll die Schülerinnen und Schüler im Kreisgebiet noch besser mit digitalen Endgeräten ausstatten. Dies sieht ein Antrag der CDU-Fraktion für die nächste Sitzung des Kreistags vor. Finanziert werden soll die Beschaffung von Tablets und Notebooks demnach über das Budget für den Schulbereich, welches durch die Corona-Pandemie Minderausgaben aufweist.

„Durch die Schulschließungen sind die Ausgaben des Landkreises in diesem Bereich geringer ausgefallen, etwa durch Einsparungen bei den Nebenkosten der Schulgebäude. Nach ersten Schätzungen mussten hier rund 850.000 Euro weniger ausgegeben werden als eingeplant. Das Geld sollte der Landkreis nutzen, um es in die Digitalisierung der Schulen zu investieren“, erklärt Dana Kerst als bildungspolitische Sprecherin der CDU die Hintergründe des Antrags.

„Die von Bund und Land finanzierten Geräte decken bei weitem nicht den Bedarf in den Schulen. Das Ziel muss es jedoch sein, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler ein Gerät zum Lernen nutzen können, unabhängig von der finanziellen Situation zu Hause. Andernfalls führen soziale Ungleichheiten auch schnell zu ungleichen Bildungschancen. Denn auch nach der Krise wird die Wissensvermittlung immer stärker unter Einsatz digitaler Kompetenzen und Lehrmittel erfolgen.“

Bislang konnte der Landkreis 1.080 digitale Endgeräte den Schulen zur Verfügung stellen, welche im Rahmen der Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise über das Sofortausstattungsprogramm des Bundes und des Landes finanziert wurden. Nach den Vorstellungen der CDU soll diese Zahl mit den Mitteln des Landkreises verdoppelt werden.


Mehr Investitionen in digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler fordern (v.l.) Dana Kerst als bildungspolitische Sprecherin, der Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl, Kreisvorsitzender Andreas Börner und Timo Lübeck als stv. Fraktionsvorsitzender.

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