In einem Antrag an die Verbandsversammlung des Abfallzweckverbands (AZV) fordert die CDU-Fraktion den Vorstand des AZV auf, zu prüfen, ob und in welchem Umfang auf dem Gelände der zentralen Mülldeponie des Landkreises Photovoltaik-Anlagen errichtet und betrieben werden können.

Wie Walter Glänzer als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Abfallzweckverband erläutert, würden
Deponieflächen sich grundsätzlich gut eignen für den Betrieb einer Photovoltaikanlage (PV). Sie bieten in vielen Fällen eine ausreichend große Fläche für den wirtschaftlichen Betrieb einer Freiflächenanlage und stehen zugleich für eine anderweitige Folgenutzung nur in wenigen Fällen und sehr eingeschränkt zur Verfügung. Dadurch würde der für eine PV-Anlage übliche Flächenverbrauch vermieden, welcher meist zum Nachteil landwirtschaftlicher Nutzflächen ausfällt. Es sei unerlässlich, dass PV-Anlagen die örtlichen und regionalen agrarstrukturellen Belange berücksichtigen, und dass den Tierhaltungsbetrieben keine notwendigen Futterflächen für die Lebensmittelproduktion entzogen werden.

Bei der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf der Oberfläche einer Deponie ist dem Schutz der technischen Einrichtungen der Deponie höchste Priorität einzuräumen, damit die Funktion der Deponie dauerhaft gewährleistet ist. Dies betrifft hauptsächlich den Schutz des Oberflächenabdichtungssystems. Grundsätzlich ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf einer Deponieoberfläche bei allen üblichen Oberflächenabdichtungssystemen möglich, wenn die technische Gestaltung an die speziellen Anforderungen des Oberflächenabdichtungssystems abgestimmt wird. Dazu bedarf es umfangreicher Prüfungen, die mit dem vorgelegten Antrag in die Wege geleitet werden sollen.

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