Die Fraktionen von SPD, CDU und NBL/Grüne im Bad Hersfelder Stadtparlament lassen ihren Ankündigungen zur Unterstützung des stationären Handels Taten folgen und werden für die kommende Sitzung des Magistrates einen entsprechenden Antrag einbringen. „Unser Antrag sieht ein Soforthilfeprogramm für den stationären Handel und die Gastronomie in Bad Hersfeld vor. Für die Dauer von 3 Monaten sollen die Fixkosten anteilig erstattet werden. Wir senden damit ein deutliches Signal der Unterstützung an die stark gebeutelten Betriebe in unserer Stadt“, sagt die Fraktionsvorsitzende von NBL/Grüne Andrea Zietz.
„Beim Einzelhandel, der Gastronomie, den Gewerbetrieben geht nach Monaten der Corona bedingten Schließungen die Angst um. Eine Umfrage vom Handelsverband Deutschland (HDE) zeigt, dass viele Innenstadtgeschäfte – so auch in Bad Hersfeld – ohne weitere Hilfen vor dem Aus stehen. Um auch künftig die Attraktivität unserer Innenstadt zu gewährleisten, ist es uns eine Pflicht, die betroffenen Betriebe jetzt schnell zu unterstützen“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Rey.
„Viele Händler und Unternehmen in Bad Hersfeld haben zwischenzeitlich ihre Rücklagen aufgebracht und kämpfen um das wirtschaftliche Überleben. Die Mitarbeiter haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Man muss sich nur einmal die Innenstadt mit 60 Prozent weniger Geschäften vorstellen, um zu verstehen, dass hier sofortiges Handeln gefragt ist. Wir wollen daher die betroffenen Betriebe gestaffelt nach der Höhe ihrer Fixkosten mit einem Anteil von 10 % und mit maximal 750,00 Euro monatlich unterstützen“, erläutert SPD-Fraktionsvorsitzender Karsten Vollmar.
„Den Antrag werden wir für kommenden Montag in den Magistrat einbringen und sind zuversichtlich, dass dieser parteiübergreifende Zustimmung findet. Bedauerlich ist allerdings, dass ein solches Programm nicht schon längst auf Initiative des Bürgermeisters ins Leben gerufen wurde“, so die Mehrheitsfraktionen abschließend.

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